„Wahrheit oder Wirklichkeit“ auf dem 12. up-and-coming Int. Filmfestival in Hannover
November 26, 2013

upandcoming

Das war das 12. Int. Filmfestival Hannover – und wir waren dabei! Am Anfang ist nochmal zu sagen, dass sich das Jahr 2013 zu Ende neigt. Genau wie unsere Produktion „Wahrheit oder Wirklichkeit“, die zu Beginn des Jahres ihren Anfang fand.
Eigentlich hieß es „nur“ zum Anfang, die Idee von Schülern der Berufliche Schule für Wirtschaft und Verwaltung Schwerin umzusetzen – mit dem Kurzfilm aufzuklären, ohne vordergründig pädagogisch zu sein, damit Stellung zu beziehen, das Problem zu beleuchten und darzustellen.
Natürlich sollte der Film auch ein wenig provozieren und dabei gleichzeitig die Realität darstellen! Das war unser Plan und was ist daraus geworden zum Ende des Jahres? WOW, wir waren an diesem Wochenende beim 12. Int. Filmfestival in Hannover. Es gibt die Berlinale und es gibt Cannes. Es gibt zahlreiche kleinere Filmfeste, die auf hohem Niveau internationale Produktionen zeigen. Doch für den jungen und sehr jungen Nachwuchs gibt es wenige Gelegenheiten, sich einem interessierten Fachpublikum zu präsentieren und sich mit gleichaltrigen Filmemachern zu messen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert darum auch das Filmfestival UP AND COMING, eines der weltweit bedeutendsten Nachwuchsfestivals. Seit 1982 gibt es diesen Wettbewerb in Hannover und unter 3.000 Bewerbungen waren wir tatsächlich unter den 108 Nominierungsfilmen (in der Kategorie deutschsprachige Produktionen) in diesem Jahr!!!!!!

Die Reise konnte beginnen…

Gegen 5:30h trafen wir uns allesamt am Bahnhof Schwerin um die Reise zu beginnen. Uns standen ganze 4 Sunden Zugfahrt bevor, bevor wir unser Ziel Hannover erreichen sollten. Müdigkeit stellte sich irgendwie bei keinem ein – einerseits lag das vielleicht an den vielen vielen mitreisenden Hansa Fans, gepaart mit einer Hundertschaft an Bundespolizisten (Sie waren alle auf dem Weg zum Ostderby nach Leipzig!) aber andererseits lag das definitiv an der Vorfreude und der Ungewissheit, was uns dort erwarten würde! In Hannover angekommen, gingen wir sofort zum Festival um uns akkreditieren zulassen und uns ein ersten Überblick zu verschaffen.
Wir waren begeistert und entschlossen uns, noch schnell im Hotel einzuchecken, bevor der Bann und der Zauber des Festivals uns mitreißen sollte. Und genau dieses geschah nachdem Check In!
Zurück beim Festival sah man die int. Welt der Filmemacher aus jeglichen Kontinenten! Nachdem wir unseren eigenem Film im Festivalmagazin fanden und bestaunten, von Fotografen fotografiert worden sind und die ersten Talkrunden belauschten – war es auch schon fast soweit!

Der Kinosaal öffnete sich…

Dazu muss man sagen, der Saal war riesig und natürlich proppenvoll! Die Filme vor uns waren der Hammer – technisch und inhaltlich super umgesetzt aber dann begann unser Moment „Wahrheit oder Wirklichkeit“! Unser Film begann …

„Genau dieser Moment ist es, vor einem großen fachkundigen und interessierten Publikum die eigene Produktion zu sehen – wo die  Erpelpelle einsetzt und du im Kinosessel weiter runterrutschst und denkst: WOW, wo sind wir hier eigentlich gerade und was machen wir hier?!“

Aber das Highlight kam natürlich am Ende des Filmes, zum einen natürlich der Applaus des Publikums aber zum anderen was direkt im Anschluss geschah! Helena aus unserem Team wurde auf diese Megabühne gebeten, zum Gespräch mit Stephan Rupp (einer der bekanntesten Radiomoderatoren und u.a. bei RTL „die große Reportage“ zu sehen).
Die „Erpelpelle“ war zwar noch nicht ganz abgeklungen, doch umso größer wurde sie in diesem Moment. Es war faszinierend zu sehen, wie Sie uns dort unten vor dieser Kulisse vertreten hat! Respekt, und wir hoffen das Helena diese Erfahrung geniessen konnte …… Dafür nochmal ein Mega Dankeschön vom ganzen Team!!!!!! WOW …….

Danach fuhr der Puls natürlich beim ganzen Team ein wenig runter und wir schauten uns in Ruhe noch einige Filme im Wettbewerb an, die allesamt richtig gut waren. So langsam ging die Sonne unter über Hannover, was unser Zeichen war – raus aus dem Festival und rein in die Stadt! Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass diese Stadt wunderschön ist und auf jeden Fall eine Reise wert ist.
Wir hatten uns entschlossen, nach einem Geheimtipp von einem Festival-Mitarbeiter, afghanisch essen zu gehen. Was wir definitiv sagen können, nach diesem 3-Gänge Menü, diese Erfahrung lohnt sich auf jeden Fall und ähnelt ein bisschen dem indischen Essen. Gesättigt und gestärkt und mit dem nun geschaffenen nötigen Platz für alkoholische Getränke ging es nun noch in eine Cocktailbar, wo wir den Abend wirklich in ruhiger Atmosphäre ausklingen lassen haben und nochmals auf uns angestoßen haben…

Foto-2

Danach entschlossen wir uns, zurück zum Hotel zu fahren und uns auf die Preisverleihung am nächsten Tag vorzubereiten – da der Tag wirklich lang war und unsere Müdigkeit schon fast stärker war als unser Wille!
Doch es kam mal wieder anders als gedacht! Die Jungs entschlossen sich im Hotel, warum auch immer, doch noch loszuziehen. Es ging also wieder in die Innenstadt und zur Aftershow-Party des Festivals. Nach einigen oder aber auch einer Vielzahl von Hopfenmalzgetränkschalen und wilder Tanzerei und einigen netten Gesprächen mit unseren Kollegen aus der Medienwerkstatt Wismar, war die Nacht auch schnell vorbei.
Rückkehr ins Hotel war 6:12 Uhr !!!!! Wenn man bedenkt das allesamt um 8:30 schon wieder beim Frühstück waren, kann man sich denken dass der Tag sehr hart werden würde ………

FAKTEN ÜBER DAS FILMFESTIVAL

„up-and-coming“ ist ein internationaler Nachwuchswettbewerb, der seit 1982 alle zwei Jahre in Hannover stattfindet. Es ist ein Filmfestival, das sich durch Offenheit und Experimentierfreude auszeichnet. Talentierten jungen Leuten dient es als Sprungbrett zu einer Karriere als Filmemacher. Ehemalige Teilnehmer erhielten Auszeichnungen wie den Oscar Academy Award, den Deutschen Filmpreis, den Europäischen Filmpreis, den Emmy Award und den Grimme-Preis. Viele wurden Preisträger von internationalen Filmfestivals.

Fatih Akin hat hier lange vor „Gegen die Wand“ mitgemacht. Die Autorenfilmerin Ayse Polat war schon mit zwei Beiträgen dabei. Der Japaner Tokunaga Timohiko hat dreimal an „Up and Coming“ teilgenommen und ist inzwischen Mitglied der Directors Guild of Japan.

In diesem Jahr gingen fast 3.000 Bewerbungen junger Filmemacher aus 54 Ländern im Festivalbüro ein. An up-and-coming 2013 beteiligten sich außerdem 15 der wichtigsten regionalen Filmwettbewerbe sowie 25 deutsche und 31 internationale Hochschulen mit ihren Filmklassen. Für den Bundes-Schülerfilm-Preis bewarben sich 104 Schulen aus ganz Deutschland.www.up-and-coming.de


Aber nun zum Entscheidungstag an sich… Der Andrang war natürlich riesig beim Festival, alle Teilnehmer und Besucher drängten in den größten Kinosaal Hannovers.
Nachdem geschätzte 700 Leute ihre Plätze gefunden hatten, konnte es losgehen! Es setzte mal wieder ein komisches Gefühl ein, wieder so ein besonderes Momentum dass man nicht beschreiben kann!
Die bekannte Jury aus Film & Fernsehen hielt noch einige Grußworte an alle Teilnehmer bevor es hieß „and the winner is …“ – wir dachten „man weiß ja nie“ aber es kam dann doch nicht!
Wir waren nicht unter den Preisträgern, aber konnten mit voller Stolz den Rückweg antreten. Uns stand ja immerhin noch bzw. wieder eine 4 stündige Zugfahrt bevor. Nach einer letzten Stärkung in Form von Backfisch ging es zurück Richtung Heimat, in die schönste Landeshauptstadt Deutschland – nach Schwerin.
Wir waren alle sehr müde und trotzdem haben wir die Zugfahrt ohne Schlaf überstanden und haben uns nochmals diese Reise und das Festival vor Augen geführt!

Was haben wir hier eigentlich gerade die letzten zwei Tage geschaffen mit unserer Produktion?!

Genau, wir waren bei einem der größten Filmfestivals nominiert und haben das Ding gerockt als Team! Der Spaß kam natürlich auch nicht zu kurz, im Gegenteil, es wurde (wie immer eigentlich!) herzhaft und viel gelacht. Somit kam einen die Zugfahrt auch gar nicht so lange vor und schwupps de wupps waren wir auch schon wieder in Schwerin! Zwar ohne Titel, aber mit viel neuer Erfahrung……….



Zum Schluss noch ein paar Worte: auch wenn wir nicht gewonnen haben, sind wir Sieger “the Best of the Rest“! Denn bei diesem Festival nominiert zu sein – ist ein Sieg! Und selbst wenn, es ist gar nicht dass Wichtigste zu gewinnen – denn was zählt denn eigentlich?! Genau – die Leidenschaft, der Spaß, die Erfahrung und der Hunger weiterzumachen…… und genauso kann man unser Team beschreiben!!!!!
Und deswegen werden wir weitermachen „never change a winning Team“!

In diesem Sinne Liebe Grüße vom ganzen WOW Team und zum Ende nochmals ein Dankeschön allen Beteiligten dieser Produktion „Wahrheit oder Wirklichkeit“ 2013 !!!!!! Ohne euch wären wir nicht hier gewesen…….

„Wahrheit oder Wirklichkeit“ anschauen  //  Drehtagebücher lesen

 

AUTOR
Mathias Krebs / Projektbegleiter des Films

 

1 Kommentare » Schreibe ein Kommentar
von Ursula November 26, 2013 19:38
Ich bin so stolz auf Euch und froh, dass Ihr das erleben konntet!!! Ja genau, macht weiter!

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