Eine unsoziale Schule?
März 24, 2011

Ab kommenden Schuljahr wird die Stelle der Schulsozialarbeiterin am Robert-Stock-Gymnasium Hagenow gestrichen. Aus angeblich finanziellen Aspekten sei dieses Projekt, welches landesweit durchgeführt wurde, nicht mehr tragbar.
 Man stellte uns vor vollendeten Tatsachen. Wir finden das ungerecht und wollen das auch unsere Meinung angehört wird.



Aber fragt irgendjemand uns Schüler, die am meisten unter dieser Entscheidung zu leiden haben??? 


Kurzer Rückblick: Vor drei Jahren kam Frau Kohlmann als Schulsozialarbeiterin an das Robert-Stock-Gymnasium. In dieser Zeit hat sie eine Vielzahl an Projekten initiiert, Konflikte zwischen Lehrern, Schülern und Eltern geschlichtet und ihren Kollegen durch ihr Engagement und ihre Kontakte viel Arbeit im außerunterrichtlichen Bereich abgenommen. 
Frau Kohlmann organisiert Projekte von Klasse 7 bis 12.

„Jugend debattiert“, „Zivilcourage“, Freiarbeitswochen und Schüleraustauschprogramme sind ohne sie nur sehr schwer vorstellbar.


Frau Kohlmann ist in jeder Versammlung des Schülerrates anwesend. Sie organisiert Fortbildungen für Schüler, Klassensprecher und Lehrer. Frau Kohlmann hat die Einführung der freiwilligen Schulkleidung tatkräftig unterstützt. Sie ist bei Lehrern und Schülern gleichermaßen beliebt und wird geschätzt. Ihre Arbeit ist oft pädagogisch wertvoller als manches Elterngespräch.


Frau Kohlmann sieht ihre Arbeit nicht als Pflicht, sie freut sich jeden Tag aufs Neue auf ihre Tätigkeit am Robert-Stock-Gymnasium und uns Schülern helfen zu können.


Ihre Arbeit ist in jeder Hinsicht einzigartig, Schüler und Lehrer waren sehr betroffen als sie von dem Beschluss hörten, dass sie gehen muss. Viele von ihr initiierte Projekte müssten von Lehrern übernommen werden, diese können allerdings neben dem Unterricht und andern Verpflichtungen nur schwer noch zusätzliche Tätigkeiten ausführen. 
Wenn Frau Kohlmann wirklich gehen muss, dann wird ein Teil unserer Schule gehen und das können und wollen wir Schüler nicht akzeptieren!

Deshalb bitte ich hiermit, im Namen aller Schüler UND Lehrer des Robert-Stock-Gymnasium um Ihre Unterstützung und Mithilfe zur Erhaltung der Schulsozialarbeit an unserer Schule.


“Ich möchte in keiner Gesellschaft leben, in der Geld wichtiger ist als die soziale Kompetenz und Integrität der Jugend.“


AUTORIN:
Marie Zunker, 10. Klasse des Robert-Stock-Gymnasium, Hagenow
8 Kommentare » Schreibe ein Kommentar
von kilian März 25, 2011 19:00
ich finds auch ungerecht
von andi März 27, 2011 10:53
warum bekommen die einen NEUEN Sozialarbeiter -----> http://www.svz.de/nachrichten/lokales/hagenow/artikeldetails/article/213/andreas-winkler-neuer-ib-schulsozialarbeiter.html UND BEI UNS MUSS FRAU KOHLMANN GEHEN????
von Ein Erfahrener. März 31, 2011 21:59
Ohne Frau Kohlmann wäre diese Schule NICHTS. Eigentlich hätte ich auch von den "höheren Instanzen" der Schule erwartet, dass sie um frau Kohlmann kämpfen. Gerade diese sollten wissen, dass die liebe Frau Kohlmann den Stand der Schule in den Jahren ihrer Anwesenheit extrem nach oben gepusht hat. Ein Jammer. Ich drücke die Daumen.
von Mirko Schütze März 31, 2011 22:48
Leider ist die Stelle der Sozialarbeiterin von Anfang an nur auf 3 Jahr begrenzt gewesen. Ich habe mit eurer Schulleiterin darüber gesprochen und Frau Noack hat sich schon lange dafür eingesetzt das Frau Kohlmann länger bleiben darf. Ich weiß auch das Frau Noack immer noch dafür kämpft und alles dafür tut das Frau Kohlmann doch noch bleiben kann. Für sie ist es auch nur noch schwer vorstellbar, eine Schule ohne Frau Kohlmann und Sozialarbeiterin zu haben.

Das Problem ist, wie Marie es schon im Blogbeitrag geschrieben hat, ein landesweites Problem. Man setzt voraus das ein Gymnasium keine Sozialarbeiter braucht, deswegen haben alle Gymnasien das selbe Problem. Leider! 
von Ich April 03, 2011 12:35
wenn es ein landdesweites problem ist wie will frau noak es dann schaffen das frau Kohlmann bleiben darf ?  
von Mirko Schütze April 03, 2011 13:04
Frau Noack hat es auch schon geschafft das Frau Kohlmann an die Schule kommen konnte. Auch wenn es nur befristet war. Sie kann sicher alleine keine Wunder bewirken aber dennoch mit Briefen an die richtigen Leute evt. etwas anstoßen. Natürlich müssen auch andere Gymnasien sich dafür einsetzten und auch mehr Schüler wie Marie, ihren Unmut zeigen und darauf aufmerksam machen.  
von holzauge Dezember 08, 2011 20:17
Liebe Kommentatoren, in einem Gymnasium sollte man auch nach der Rechtschreibreform gelernt haben wann "das" mit  "s" und wann mit "ss" geschrieben werden muss. Sonst entsteht leicht der Eindruck, dass Deutschlehrer mindestens eben so dringend gebraucht werden wie Sozialarbeiter. Das (dieses) muss mal gesagt werden!
von zander April 17, 2012 10:21
Als ich meine erste Vorlesung am Rauen Haus in Hamburg besuchte wurde mir folgender Rat mit auf den Weg gegeben: Fehler machen ist klug, drum ist einer nicht genug.

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